Hallo, zunächst möchte ich klarstellen, dass ich hier niemanden Angst oder Paris madig machen möchte. Ich berichte hier von unseren eigenen Erfahrungen und hoffe auf diesem Weg den einen oder anderen davor zu bewahren auf einen Trickbetrüger hereinzufallen, der offensichtlich am Gare du Nord sein Handwerk ausübt. Jetzt also zum Wesentlichen: Wir sind vor 2 Wochen nach Paris und mit der RER zum Gare du Nord gefahren. Wir waren erschlagen von den Menschenmassen, die dort herumschwirrten und mussten uns zunächst einen Fahrscheinautomaten für Metrotickets suchen. Leider sind wir des Französichen nicht und des Englischen nur bedingt mächtig, so dass wir dankbar waren, als uns und ein - vermeindlich - freundlicher und gutgekleideter Herr zur Seite nahm und uns, jetzt kommt es: mit SEINER Kreditkarte, zwei 3-Tagestickets löste. Den Betrag von etwas über 34,- Euro hat er uns auf dem Automaten angezeigt und war mir auch so in erinnerung und dann ging alles wahnsinnig schnell, tip..... tip.... tip und er drückte uns die Fahrkarten in die Hand. Eigentlich hatte ich mich im Vorfels schon für ein Carnet entschieden, weil es für uns günstiger war. Was macht man aber als korrekter Deutschen in so einem Fall? Man zahlt seine Schulden und bedankt sich ganz herzlich! Wie sich im Nachhinein herausstellte (bei unserer 2. Fahrt an dem Tag), hat der hilfsbereite Herr gaaaanz schnell das 3-Tagesticket abgewählt und uns zwei Enzelfahrscheine aus dem Automaten gelassen! Knapp 70,- Euro in 5 Minuten verdient, das nenn ich nen Stundenlohn! Wie gesagt, das nur zur Warnung! Ich bin im Grunde genommen schon ein vorsichtiger Mensch und ich wäre nie im Leben auf die Idee gekommen, vor einem Fremden den Geldbeutel aus der Handtasche zu nehmen oder ihm meine Kreditkarte auszuhändigen. Aber DIESEN Trick kannte ich noch nicht! Schade nur, dass ich künftig Menschen gegenüber, die es ehrlich mit einem meinen, mit noch mehr Misstrauen entgegen kommen werde! Ansonsten hatten wir einen wunderschönen Aufenthalt in dieser traumhaften Stadt und werden spätestens im übernächsten Jahr wiederkommen! Lieben Gruß Elis
Lieber Elis, ich finde es gut, wenn andere Reisende über die neuesten Tricks informiert werden. So ist man dann vielleicht noch vorsichtiger. Das vermiest einem ja nicht das Gefühl für Paris an sich; es zeigt eben mal wieder, dass Trickbetrüger überall dort ihre Opfer finden, wo viele Menschen(Touristen) herumlaufen und leider auch etwas hilflos wirken. Wir haben zum Glück noch keine negativen Erfahrungen in Paris gemacht (auch noch nicht in den anderen Großstädten außer Prag). Ich will aber nicht ausschließen, dass uns so etwas wie euch auch mal passieren könnte. Danke für den Tipp!
das ist krasse. Den Trick kenn ich noch nicht. Also ich noch mit dem Zug nach Paris fuhr und auch am Gare du Nord ankam, gab es nur so nette Herren, die einem das Gepäck abnehmen wollten und anboten es auf einem der Wägelchen (mit Münzen zu erhalten) zum Zielort zu fahren und dann nachher das Münzgeld einbehielten, da sie den Gepäckwagen wieder zurückbrachten ohne Wiederzukommen. Aber das ist ja noch billig im Vergleich zu dem Trick. Danke für solche Hinweise.
Trotzdem weiterhin schöne Aufenthalte in Paris wünscht
Wichtiger Hinweis: Die Fahrkartenautomaten kann man auf die Sprache Deutsch einstellen!
Dann kann man alles in Ruhe selber auswählen und bezahlen.
Wer sich von den dahinter Wartenden gestresst fühlt oder unter Zeitrdruck kommt, der sollte sich dann die Muße gönnen und sich den ratp Schalter suchen (gibts am gare du nord im Untergeschoß.
Noch ein Tipp: Im Thalys kann man im Bistro ein Einzelticket für die Metro erwerben, damit fährt man dann erstmal zum Hotel und kauft sich dann dort oder an der nächsten Metrostation mit weniger Rummel als am gare du Nord seine Karte am Automaten oder an den Schaltern, die es an wirklich vielen Stationen gibt.
Das ist ja hilfreich mit dem Thalys ....wir fahren nächste Woche nach Paris mit dem Zug. Wird danz spannend, weil ich eigentlich der typische flieger bin ...
auch ich habe zu den Tricks etwas beizutragen. Als ich von 2 Jahren mit meiner Schwester am Gare Est aus dem Zug ausstieg und wir den Bahnsteig entlangliefen hörten wir einen jungen Mann rufen: "Spricht hier jemand deutsch?" Als er in unsere Nähe kam meinte meine Schwester, "was ist denn"? Der junge Mann blieb bei uns stehen und erzählte uns aufgeregt, dass er vom Berliner Frühstücksfernsehen sei und man ihn in der Metro bestohlen hat. Kamera, Geld und sämtliche Papiere seien weg. Er benötigt dringend etwas Geld, um sich um den Verlust kümmern zu können. Weil er uns leid tat, überlegten wir kurz ob wir ihm helfen sollten. Wir baten ihn, uns die Telefonnummer vom Frühstücksfernsehen in Berlin aufzuschreiben. Diese nahmen wir mit und gaben ihm Euro 40.--, Es war ein grosser, blonder, ordentlich gekleideter Mann. Daheim angekommen haben wir versucht, die Telefonnummer anzurufen. Nix war und ein Berliner Frühstücksfernsehen gab es zu der Zeit auch nicht. Wir vermuten, dass er Geld für Drogen brauchte. Seitdem lasse ich mich in Paris auf der Strasse nicht von jedem anreden, erst recht nicht wenn Geld im Spiel ist.
WARNUNG! Endlich schreibt hier mal jemand von diesem Kerl! Ich hatte mich schon gewundert, dass man im Internet nichts von ihm findet.... der macht das seit Jahren und verdient so seinen Lebensunterhalt. Ich bin ihm schon zweimal begegnet und weiß daher, dass es eine Masche ist, denn 2 mal innerhalb von ein paar Jahren kann man nicht seine Fotoausrüstung verlieren. Unmöglich, einfach schrecklich. Man sollte Warnungen in sämtliche Internet-Reiseforen setzen. Denn: Vor ein paar Jahren, 2003, hat er sich sogar erdreistet, seine Betrügergeschichte im Zug zu erzählen, bevor der abfuhr am Gare de l´Est. Er stieg ein und erzählte erst in lauten Deutsch, dann in lautem Englisch vor ALLEN Fahrgästen des Abteils, dass er Fotograf sei, seine Ausrüstung verloren habe, auch sein Ticket, und dringend ein bisschen Geld brauche. Die Leute haben in ihren Sachen gekramt und ihm bereitwillig ein paar Münzen gegeben, mir war der gleich suspekt. Dann, ein paar Jahre später, 2008 traf ich ihn wieder an einem Pariser Bahnhof, er sprach mich auf Englisch an und begann schon die ersten Sätze seiner "traurigen Geschichte" - mit der er anscheinend sein Geld verdient, da er sie seit Jahren abzieht und jetzt also immer noch. Wie schrecklich, so mit den Menschen zu spielen! WARNUNG!
danke für Deinen Hinweis. Kann zum Thema offensichtliche Betrüger an Pariser Bahnhöfen auch was beisteuern, weiß jedoch leider nicht wie regelmäßig diese offensichtliche Masche dort praktiziert wird.
Warnen bzw. Hinweisen möchte ich Euch auf einen neuen(?!) Trick am Gare du Nord - am Abfahrtgleis des Thalys habe ich erlebt, dass gezielt deutsche Passagiere auf Deutsch von einem Herren freundlich angesprochen werden, dem angeblich sein Thalys Ticket geklaut worden ist und um Hilfe für den kurzfristigen Kauf eines Tickets bittet. Kann der Wahrheit entsprechen, ist aber für mich sehr unglaubwürdig gewesen - ggf. kann ich Hilfsbereiten nur empfehlen, dass man mit dem Herren zu einem der freundlichen Thalys Angestellten geht, die immer an den Eingangstüren des Zuges auf die Passagiere warten...
Viele Grüße und hinterfragt bitte kritisch die jeweilige Geschichte - es gibt sicherlich auch wirkliche Pechvögel oder Opfer, aber nicht jeder der sich so in der hektischen Welt der Pariser Bahnhöfe darstellt, ist in Wirklichkeit auch eines. Also Augen auf und helft nach Möglichkeit vor allem denen, die wirklich unverschuldet in Not geraten sind! (das trifft auch auf viele andere zu, ich weiß...)
Ich war letzte Woche auch für 5 Tage in Paris mit meiner Freundin und wir wurden von einem netten, eleganten, fliessend Englisch sprechenden (vermutlich) Nordafrikaner mit der gleichen Metro-Ticket-Masche um insgesamt 56 € betrogen. Wir haben ihm sogar einen € extra für die "Hilfe" gegeben. Naja, nachdem wir uns später bei der zweiten Metro-Fahrt bewusst wurden, dass wir betrogen wurden, haben wir uns zwar geärgert, dass gutgläubige Menschen so ausgenutzt werden, aber das hat einem ansonsten schönen Paris-Trip nicht im Wege gestanden. Also liebe Paris-Urlauber, nicht so schnell auf sowas reinfallen und 10-er Carnets lohen sich am meisten!
Hallo zusammen, ich war letzte Woche ebenfalls in Paris und bei mir hat ein junger Kerl ebenfalls versucht, den von Elis beschriebenen Trick abzuziehen! Ich wollte ein Tickent für die Fahrt mit dem RER am Gare du Nord kaufen und hatte schon fast alle Münzen in den Ticketautomaten geworfen (über 9 Euro in klein), da quatscht mich so ein Franzose auf Englisch von der Seite an, ich können das Ticket nicht bar bezahlen, sondern soll mit einer Karte bezahlen... Dann hat er einfach auf die Abbruch-Taste des Automaten gedrückt und alle meine Münzen sind unten wieder rausgerauscht! Ich wär ihm am liebsten ins Gesicht gesprungen... Dann wollte er mir noch irgendwelche Tickets andrehen, die er mir unter die Nase gehalten hat. Natürlich hab ich mich nicht auf diese Nummer eingelassen, sondern hab mein Kleingeld gepackt und einen anderen Automaten aufgesucht, wo mich keiner mehr belästigt hat. Echt dreist, diese Kerle! Also passt bloß auf, wenn ihr in Paris unterwegs seid, diese Typen treiben dort leider immer noch ihr unwesen!
Paris ist echt voller zwielichter gestalten, da trau ich keinem über den Weg. Da fühle ich mich im Vergleich in Budapest oder Prag sicherer, aber das liegt vielleicht auch nur daran, daß ich dort schlicht gar nichts von der Sprache verstehe.
Der Trick am Fahrkartenautomaten ist gerade akut in Venedig zu Gange. Waren am Letzten Wochenende dort gewesen und auch angesprochen worden. Es herrschte ein grosser Menschenandrang am Bahnhof und in diesem Chaos sprach uns der "hilfsbereite" Italiener an. Auch er wollte schnell für uns auf seiner Kreditkarte die Tickets buchen. Wir waren aber vorsichtig und seine drängende Art verunsicherte uns noch mehr, sodass wir dankend ablehnten. Wir beobachteten jedoch das er gezielt auf Touristen zuging und seine Hilfe aufdrängte. Also: Augen auf am Bahnhof in Venedig!
Es gibt immer auch Automaten, wo man Münzen einwerfen kan. Besser auch Münzen vorher schon aus dem Portmonnaie nehmen, dann kann im Gedränge auch keiner das Portemonnaie entreißen, während man die Fahrkarte entnimmt.
Und ehrlich, welcher Bestohlene braucht Geld? Den würde ich an die Polizei verweisen, evtl. auch die Botschaft, damit er entsprechende Papiere erhält und zurückkann, aber kein Geld von Touristen. Einer, der Geld will, ist IMMER ein Betrüger!
Paris ist eine Sucht, von der ich nie loskommen werde. Egal was sich in meinem Leben so getan hat, öfter nach Paris fahren um einfach nur die Vielfalt zu geniessen - das ist immer gleich geblieben.
***** Paris atmen, stärkt die Seele. Victor Hugo *****
Ich habe nie solche Regenbogen gesehen wie über der Stadt Paris, ich habe auch nie solchen Regen gesehen - o Gott, ich habe Heimweh. Katherine Anne Porter
+++++ Ajoutez deux lettres - Paris: c'est le paradis.
Jules Renard
auch ich habe zu den Tricks etwas beizutragen. Als ich von 2 Jahren mit meiner Schwester am Gare Est aus dem Zug ausstieg und wir den Bahnsteig entlangliefen hörten wir einen jungen Mann rufen: "Spricht hier jemand deutsch?" Als er in unsere Nähe kam meinte meine Schwester, "was ist denn"? Der junge Mann blieb bei uns stehen und erzählte uns aufgeregt, dass er vom Berliner Frühstücksfernsehen sei und man ihn in der Metro bestohlen hat. Kamera, Geld und sämtliche Papiere seien weg. Er benötigt dringend etwas Geld, um sich um den Verlust kümmern zu können. Weil er uns leid tat, überlegten wir kurz ob wir ihm helfen sollten. Wir baten ihn, uns die Telefonnummer vom Frühstücksfernsehen in Berlin aufzuschreiben. Diese nahmen wir mit und gaben ihm Euro 40.--, Es war ein grosser, blonder, ordentlich gekleideter Mann. Daheim angekommen haben wir versucht, die Telefonnummer anzurufen. Nix war und ein Berliner Frühstücksfernsehen gab es zu der Zeit auch nicht. Wir vermuten, dass er Geld für Drogen brauchte. Seitdem lasse ich mich in Paris auf der Strasse nicht von jedem anreden, erst recht nicht wenn Geld im Spiel ist.
danke für Deinen Hinweis. Kann zum Thema offensichtliche Betrüger an Pariser Bahnhöfen auch was beisteuern, weiß jedoch leider nicht wie regelmäßig diese offensichtliche Masche dort praktiziert wird.
Warnen bzw. Hinweisen möchte ich Euch auf einen neuen(?!) Trick am Gare du Nord - am Abfahrtgleis des Thalys habe ich erlebt, dass gezielt deutsche Passagiere auf Deutsch von einem Herren freundlich angesprochen werden, dem angeblich sein Thalys Ticket geklaut worden ist und um Hilfe für den kurzfristigen Kauf eines Tickets bittet. Kann der Wahrheit entsprechen, ist aber für mich sehr unglaubwürdig gewesen - ggf. kann ich Hilfsbereiten nur empfehlen, dass man mit dem Herren zu einem der freundlichen Thalys Angestellten geht, die immer an den Eingangstüren des Zuges auf die Passagiere warten...
Viele Grüße und hinterfragt bitte kritisch die jeweilige Geschichte - es gibt sicherlich auch wirkliche Pechvögel oder Opfer, aber nicht jeder der sich so in der hektischen Welt der Pariser Bahnhöfe darstellt, ist in Wirklichkeit auch eines. Also Augen auf und helft nach Möglichkeit vor allem denen, die wirklich unverschuldet in Not geraten sind! (das trifft auch auf viele andere zu, ich weiß...)
Sunnymouse
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