Forum Paris: Typisches Essen in Paris

Wie ist Eure Einstellung über das Thema "Typisches Essen in Paris"?

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Von: rica (Gast)25.05.2004, 17:55
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Hallo Ihr alle,

ich muss ein Projekt über das Essen in Paris machen.
Ich suche besonders das "typische Paris-Essen" gibt es irrgendwie sowas? Oder ganz bekannte Restaurantes wo es eine ebenso bekannte Spezialität gibt?

Wär über jeden Tip dankbar,
(muss nämlich auch alles noch in französich schreiben )
Vertrauen:
Von: Bernard26.05.2004, 07:32
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Bonjour Rica,

das typische Paris-Essen gibt es natürlich. Es hat sich eigentlich aus den Angeboten der Bistros rund um Les Halles entwickelt. Les Halles, oder wie Emile Zola sagte: der Bauch von Paris (Le ventre de Paris), war der zentrale Markt auf der Fläche, die heute das Einkaufszentrum Forum des Halles vereinnahmt. Les Halles deshalb, weil dort bis in die 70er die berühmten Markthallen von Hector Guimart standen. Riesige Hallen aus Eisen schützten die Händler aus der Umgebung von Paris, die jede Nacht in die Stadt kamen und hier ihre Waren verkauften. Hier herrschte täglich von Mitternacht bis in die Mittagszeit ein unglaubliches Menschengewimmel von Käufern und Verkäufern, Trägern und Zaungästen, die natürlich alle irgendwann einmal auch Hunger hatten.

Das zog die Gastronomen an. Immer mehr Bistros und Brasserien wurden rund um die Hallen eröffnet. Und es entwickelte sich im Bauch der Stadt das typische Paris-Essen: die berühmte überbackene Zwiebelsuppe, die man zu jeder Tages- und Nachtzeit essen kann, das eigentlich schon als Fast-Food für Pariser zu bezeichnende Steak-frites, das gegrillte Rindersteak mit Pommes frites. Aber es gab auch deftige Hausmannskost, wie die Bohnensuppe Cassoulet, Kaninchen in Senfsosse oder die gedünsteten Nierchen in Gemüsesosse. Auch einige Fischgerichte können zur Paris-Küche gezählt werden: Les Moules St. Jacques zum Beispiel: die riesigen Jakobsmuscheln, die noch immer vor allem als überbackene Vorspeise eine delikate Angelegenheit sind. Oder le Saumon, der Lieblingsfisch in Paris: Lachs in allen Variationen: gegrillt, gedünstet, gekocht oder als Pastete verarbeitet. Einige dieser legendären Bistros gibt es noch immer: „Au Chien qui fume“ (Zum rauchenden Hund) oder „Au Père tranquille“ (Zum stillen Vater). Und in diesen Bistros (aber auch in vielen anderen Lokalen) gibt es diese Gerichte noch immer. Nicht immer sind sie wirkliche absolut echte Pariser Spezialitäten. Das liegt daran, dass viele der Gastronomen irgendwann einmal aus der Provinz nach Paris zogen, um dort ihr Glück zu machen und natürlich ihre jeweilige heimatliche Küche mitbrachten, sie dem Angebot entsprechend modifizierten und so die Paris-Küche entwickelten.

Die ältesten aller Spezialitäten aus Paris bekommt man allerdings nur noch in einem einzigen Lokal. Es liegt fast im Mittelpunkt der Îles Saint Louis und heißt „Nos Ancêtres, les Gaulois“, was einfach „Unsere Vorfahren, die Gallier“ bedeutet. Hier wird eine Mahlzeit angeboten, wie sie fast so schon von den Gründern der Stadt, dem keltischen Stamm Parisii, genossen wurde: Fleisch auf Spießen über dem Feuer gebraten und mit der Hand gegessen. Statt der Cervesia, dem Kräuterbier der Gallier, gibt es inzwischen Wein dazu und eine reichhaltige Auswahl an Salaten und Gemüsen (wie es sicherlich zu Asterix Zeiten in Lutecia noch nicht so war) wird dazu gereicht. Der Gast zahlt einen Einheitspreis und kann sich dafür eine Magenerweiterung zulegen.

Noch eine weitere Adresse, bei der man immer auch die alten Pariser „Schmankerln“ auf der Karte findet, sollte nicht vergessen werden: Chartier, das Belle-Époque-Restaurant in der Rue de Faubourg Montmartre.

Wer von vielen dieser Spezialitäten preisgünstig kosten möchte, der findet mein Leib- und Magenrestaurant inklusive übersetzter Speisekarten bei www.parisweb.de. Einfach auf den Link oben im roten Teil klicken: „Tire-Bouchon“. Es gibt auch eine große Abhandlung über Essen in Paris: Kapitel Gourmets-Gourmands im blauen linken Teil. Und wer weiter sucht und stöbert, der wird noch so manchen weiteren Hinweis zum Thema Essen in Paris finden.

Schon Napoleon war sich der Wichtigkeit guten Essens bewusst. Er erließ ein Gesetz, welches besagt, dass alle in Frankreich produzierten Nahrungsmittel guter Qualität vorrangig in Paris angeboten werden müssen. Nur waren minderer Qualität und Überproduktionen durften in der Provinz verkauft werden. Und ob man es glaubt oder nicht: dieses Gesetz wurde nie außer Kraft gesetzt...

Zufrieden?

Na dann: viel Spaß beim Übersetzen!

Bernard
Von: maria (Gast)28.05.2004, 19:18
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wo gibt es jetzt genau die traiteure in paris?
damit wir auch wissen, wohin wir jeden tag gehen!
langsam wirds peinlich, ich geh mal lieber..
maria
Vertrauen:
Von: Bernard30.05.2004, 13:29
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Und letztmalig Bonjour,

die Traîteurs finden sich an vielen Straßenecken der Stadt. Erkenntlich an den Speisen, die man schon in Wärme- oder Kühltresen vom Fenster aus sehen kann. Oft steht’s aber auch direkt über dem Schaufenster. Sind nicht zu übersehen.

Laßt’s Euch schmecken!

Bernard
Von: rica (Gast)31.05.2004, 20:16
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Bonjour Bernard,

vielen, vielen Dank für deine aufschlussreiche und lange Antwort.
Ich denke, dass kann ich in meinem Projekt sehr gut unterbringen.
Also, ich danke dir aufjedenfall und meld mich dann bei neuen Fragen!!!

Danke,
Rica

P.S. Ich kann dieses Forum wirklich nur jedem weiter empfelen:
Nette, schnelle, ausführliche und gut verständliche Antworten!!!!!!
Von: Reni (Gast)21.06.2004, 14:07
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Hallo!!
Hilfe, ich komm nicht weiter!!! Habe nächste Woche meine Französischprüfung und brauche unbedingt ein echtes Pariser Menü!Habe schon in sehr vielen Kochbüchern nachgeschaut, um so etwas zusammenzustellen!
Es müsste auf alle Fälle von l'entrée, über plat principal bis hin zum Dessert alles zusammenpassen, was original aus Paris stammt!

Ich hoffe, sie können mir weiter helfen!!
Wäre über jeden kleinen Tip sehr dankbar!!!!
Vertrauen:
Von: Bernard21.06.2004, 15:30
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Bonjour,

ein typisches Menue in und für Paris? Bon, ich werde mal meine Geschmacksnerven befragen.

Entrée (Vorspeise)

Huîtres (Austern)
oder
Salade aux Lardons (Salat, vorzugsweise Frisée, mit angebratenem Schinkenspeck
oder
Pâte de Campagne (Fleischpastete "ländlicher Art"
oder
Moules St. Jacques gratinées (überbackene Jakobsmuscheln)

Plât (Hauptspeise)

Steak au Roquefort (Steak mit Roquefortsosse)
oder
Saumon grillé (gegrillter Lachs)
oder
Lapin à la Moutarde (Kaninchen in Senfsosse)
oder
Cassoulet (Eintopf mit weißen Bohnen)
oder
Confit de Canard (marinierte gebratene Ente)

Dessert (Nachtisch)

Crème Brûlée (Vanillecreme mit Karamelschicht knusprig überbacken)
oder
Sorbet (Halbgefrorenes aus Früchten)
oder
Tarte Tatin (die berühmte Apfeltorte)
oder
Mousse au chocolat (luftig-lockere Schokoladencreme)

Kannste was mit anfangen? Sind jedenfalls recht pariserisch, die einzelnen Teilgerichte.

Viele Grüße

Bernard
Von: Lena (Gast)22.06.2004, 15:37
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Hi!

Bitte bitte helft mir...ich habe ebenfalls nächste Woche meine Französischprüfung! Aber ich weiß immer noch nicht, was den typisch für Paris ist!
Wir sollen einen kleinen Tisch mit den typischen Sachen, die es in Paris gibt aufstellen!
Ich überlege, was ich dahinstellen könnte...vielleicht gibt es einen typischen Stammkuchen oder soetwas??
Ich war zwar schonmal in Paris, habe jedoch nichts mehr in Erinnerung...
!!!bitte helft mir!!!
Vertrauen:
Von: Bernard22.06.2004, 16:15
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Bonjour Lena,

na, dann decken wir mal den Tisch:

zuerst mal muß einfach ein Baguette drauf sein. Dieses Grundnahrungsmittel für alle Franzosen: Zum Essen, wie bei uns die Kartoffeln, als Pausenbrot, durchgeschnitten und belegt mit Käse und/oder Wurst (dann nennen es die Pariser Sandwich).

Dann stellen wir ein Fläschchen Pernod (oder vielleicht sogar Absinthe?) drauf. Denn der Apéritif vor dem Essen ist einfach zwingend.

Oder ein Stück Käse, denn eigentlich kommt vor dem süßen Dessert doch immer un peu de fromage.

Eine Schachtel Gitanes oder Gauloises gehört eigentlich auch auf den Tisch (auch wenn, wie wir alle wissen, das Rauchen ungesund ist).

Ein Getränkeklassiker, den eigentlich jeder ständig in Paris mit sich rumschleppt, ist eine Flasche französischen Wassers ohne Kohlensäure: Evian, Contrex usw.usw.

Hab' ich schon was von Croissant gesagt? Das Frühstück in der Stadt? Originell wäre dazu eine Tasse Milchkaffe (Café au Lait), ein Fitzelchen Butter und ein Klacks Konfiture. Fertig ist das original Frühstück, das jeden Morgen Millionen von Parisern zuhause oder auf dem Weg zur Arbeit (eher die Regel) irgendwo im Bistro schnell herunterschlingen.

Und mehrmals am Tage springt ein echter Pariser mal kurz ins Bistro, um dort einen Ballon du vin rouge zu genießen, ein typisch rundes Gläschen Rotwein. Zwischen dem Rotwein wird dann zum Aufwachen Café getrunken. Tagsüber ist das dann allerdings jener Kaffee, der bei uns als Espresso bekannt ist.

Und was ich schließlich noch auf das Tischchen legen würde (dann sieht es auch schön voll aus): ein an der Bahnhofsbuchhandlung gekauftes Exemplar von Le Monde oder Figaro oder Le Parisien.

Besser geht's doch eigentlich nicht, oder?

Viele Grüße

Bernard
Von: Lena (Gast)22.06.2004, 21:30
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Oh...merci beaucoup!!

Maintenant je sais le repas typiquement de Paris, vielen Dank dafür!
Ich werde meinen Tisch bestimmt mit diesen Sachen decken! Aber um den Tisch noch ein bisschen auszuschmücken...was für nicht-essbare Sachen könnte ich noch drauf tun, also einen kleinen Eifelturm habe ich schon...was ist denn noch so typisch?

Vielen Dank für die Antwort... Bye
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Von: Bernard23.06.2004, 07:28
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Bonjour,

Eifelturm wäre auch meine erste Idee gewesen. Zeitung habe ich ja schon gesagt. Was hälst Du von einer CD eines französischen Sängers/Sängerin? Oh ja: ein Metroplan ist typisch! Ausgedruckte Internetseiten von Monumenten oder dem Hôtel de Ville sind natürlich passend. Oder einfach ein mit der Paris-Seite aufgeschlagener Städtereisenkatalog eines Reiseveranstalters (z.B. Neckermann). Wie wäre es mit einem Kleidungsstück, daß irgendwie französisch aussieht (z.B. französisch bedrucktes T-Shirt)? Dann hätten wir das Thema "Paris - Hauptstadt der Mode" auch schön drin. Sehr nett auch die Lehrer beeindruckende französische Literatur aus der Bücherei: Emile Zola, Jules Verne, Guy de Maupassant, Gustave Flaubert und und und. Ich schlage vor: Les Misérables. Das kommt gut! Schließlich noch Schmuck, der nach Brillies aussieht, als Symbol für die Diamantenhändler auf der Place Vendôme.

Mehr fällt mir nicht ein. Reicht es?

Viele Grüße
Bernard
Von: Naty (Gast)23.06.2004, 13:34
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Hallo ihr zusammen

Ich muss eine Arbeit über Fast Food in Frankreich schreiben, leider habe ich erst eine Seite geschrieben und muss auf mindestens zwei Seiten kommen, es wäre toll wenn mir jemand helfen könnte, vielleicht weiss jemand einen guten Link, mit vielen Informationen...Bitte helft mir, aber es muss schnell gehen, habe noch so viel zu tun...

Grüsse Naty
Von: Rosi (Gast)23.06.2004, 13:58
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Ist doch im Prinzip das Selbe wie in Ami-Land und bei uns, oder etwa nicht?
Von: Naty (Gast)23.06.2004, 14:02
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Ja schon, aebr wir müssen einen Vergleich machen zwischen den Amis und den Franzosen und dann wird es eben etwas schierig????
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Von: Bernard23.06.2004, 16:48
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Bonjour,

Mais oui Fast Food in Frankreich ist aus der Sicht der etwas älteren Franzosen etwas deutlich anderes, als in den USA. American Fast Food bezeichnen die Franzosen übrigens etwas vulgär schlicht und ergreifend als Drecksfraß. Entschuldigung für dieses Wort - aber so ist es nun mal. Natürlich finden wir McDo & Co., wie die Franzosen zu den Burgertempeln sagen, in der ganzen Stadt verteilt. Sogar auf den ehrwürdigen Champs Elysées wird man von dieser Form der "Kultur" nicht verschont. Aber der echte Franzose, der mal schnell einen Happen essen möchte, der wählt andere Dinge:

Der Klassiker ist das Sandwich (gesprochen Sssanthuitsch), das in der Mitte durchgeschnittene Baguette, üppig belegt mit allem, was gut schmeckt: Wurst, Käse, Salat, Tomaten, Gurken, Eiern, kaltem Fleisch aller Art oder Pathé, der leckeren französischen Fleischpastete.

Soll die Zwischenmalzeit warm sein, dann lockt natürlich die Crèpe. Es gibt sie in allen Variationen: süß mit Schokolade, Zucker, Likören (mit Zucker und Grand Manier haben wir die berühmte Crèpe Suzette), Eis oder deftig mit Wurst, Käse, Ei, Gemüsen usw.

Berühmtheiten für einen Snack im Bistro sind und bleiben der Croque Monsieur (Toast mit Schinken und Käse überbacken) oder - etwas seltener gegessen - der Croque Madame (Toast mit Schinken und Spiegelei).

Es mag etwas seltsam klingen, aber für den Franzosen ist ein schneller Happen im Bistro auch noch Steak/Frites, Saucisse/Frites und alle Arten eines kalten Tellers mehr oder weniger in Form von sehr üppigen Salaten.

Wo wir gerade bei Saucisse (Würstchen) sind. Sehr beliebt ist eine Art Wurst, die erst durch die ehemalige Kolonie Algerien in La France bekannt wurde: das Merguez. Es gibt das Meguez, ein Würstchen aus Lamm- oder Hammelfleisch in verschiedenen Schärfegraden. Ersichtlich an der Farbe des rohen Merguez: hellorange = mild für Warmduscher bis dunkelbraun = scharf (wirklich scharf!!!) nur für Überlebensspezialisten. Das Merguez wird fast schwarz gegrillt und dann solo, im Baguette oder mit Frites gegessen. Soll das Merguez zu einem Abendessen gehören, dann kann man es als Bestandteil des Couscous beim Araber bestellen.

Bevor wir weitermachen: zwischendurch findet man in der Stadt die Rôtisseure. Das sind Bratereien, die früher nur fertig gebratenes Fleisch anboten, heute jedoch auch alle Beigaben dazu feilbieten. Der Sinn ist es, der Hausfrau ein paar Gänge des vielgängigen Französischen Abendessens abzunehmen. Sie kann in diesem Geschäft fertiges Essen, oft noch warm, kaufen und es zuhause dann nur noch auf den Tellern anrichten. Inzwischen sind die Rôtisseure aber auch Teil der Fast Food-Industrie à la francaise geworden. Man kauft sich ein Stück Braten, ein paar gebratene Kartoffeln, etwas Crème Brûlée, fragt artig nach Plastikbesteck, das alle Rôtisseure irgendwo unter dem Tresen haben, und verkrümelt sich in den nächsten Park, um dort erst mal einen Imbiß einzunehmen.

War es das? Mitnichten! Neben dem original französischen und dem amerikanischen Fast Food in Paris findet man noch solches Essen massenweise aus anderen Küchen dieser Welt. Da sind zunächst mal die Traiteure, zumeist Asiaten. Sie sehen aus wie Chinaimbisse und sind es auch eigentlich. Für ausgesprochen wenige Euros bekommt man ein leckeres Essen zum Mitnehmen oder auch zum gleich dort essen an einem der Handvoll Tische. Da das Essen in Sekunden fertig ist, können wir es durchaus zum Fast Food zählen.
Dann gibt es natürlich die Griechen und Türken, die Giros und Döner im Pita anbieten. Typisch französisch:obendrauf kommt immer eine tüchtige Schaufel Pommes. Auch Tex-Mex gibt es immer häufiger in Paris: Tortillas, Wraps usw.. Natürlich dürfen wir die Pizzen nicht vergessen, die ebenfalls als Snack aus dem Fenster raus verkauft werden.

So, ich habe bestimmt noch etwas vergessen. Ouiiii! Natürlich sind auch die leckeren Waren des Boulanger bzw. des Pâtisseurs (also Brot und Kuchen) immer gut für einen schnellen Imbiß. Und obwohl es jetzt wirklich verdammt snobistisch klingt: auch Austern können noch zur Zwischenmahlzeit gerechnet werden. Es ist durchaus üblich, mal schnell ins Restaurant zu springen, ein Gläschen Muscadet oder Chardonnay zu trinken und dazu ein halbes Dutzend Austern zu schlürfen. Wenn es nach mir geht, kann es auch ruhig ein Dutzend sein...

Sag mal, und Du hast gerade mal eben eine schlappe Seite vollgekriegt? Na jetzt aber ran und mindestens drei geschrieben! Denn ich bin mir sicher: meine Aufzählung kann bestimmt noch ergänzt werden! Z.B. mit dem Rotwein, dem Stückchen Käse und dem Baguette, die, idyllisch am Seinequai sitzend, ein warmes Gefühl im Bauch verbreiten.

Viele Grüße

Bernard
Dieser Beitrag wurde am 23.06.2004 um 16:54 Uhr von Bernard geändert.
Von: Uli (Gast)23.06.2004, 19:49
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Hi Bernard !

in deiner Ausführung zum Thema essen hast du ja vollkommen recht.
Es gibt ja zwei Völker auf unserem schönen Planete die keine
Esskultur haben,die einen wohnen auf einer Inseln,die anderen überm
Teich.
hab ich recht ?


Salut ULI
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Von: Bernard24.06.2004, 07:04
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Hast Du!
Nicht umsonst gehen die Menschen in Ammikanien in eines der vielen Restaurants mit französischer Küche, wenn sie wirklich gut essen wollen. Und für Londinium sind vor allem die Inder legendär! Das sagt doch wohl schon alles!

Bernard
Von: ich (Gast)07.07.2004, 10:10
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franzmann stinkt
Von: Uli (Gast)07.07.2004, 11:48
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das Erkläre mal genauer,aber ohne wenn und aber !
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Von: Henston09.07.2004, 00:16
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guck ma, SnoopDogg kann seinen namen nicht mehr schreiben! =()
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Von: Bernard09.07.2004, 07:32
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Henston hat 100 Punkte und eine ehrenvolle Erwähnung verdient!

Bernard
Von: Uli (Gast)09.07.2004, 11:19
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dem ganzen meine volle zustimmung !
Von: Sandra (Gast)02.07.2005, 13:56
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hallo
ich habe am montag französisch referat und kann absolut nichts zu meinem thema finden: " la mode francaise et son influence sur l`economie francaise"!!! bitte um schnellst mögliche hilfe!

danke schon im voraus, sandra
Vertrauen:
Von: ChristineV02.07.2005, 14:39
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Hilft das weiter?
www.lamodefrancaise.org/fr/index.html

Bernard weiß sicherlich noch was.

Gruß
Christine
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Von: Bernard03.07.2005, 07:43
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Bonjour,

da muß ich leider ganz schrecklich enttäuschen. Mode ist, ich gebe es frank und frei zu, nicht so meine Welt. Wobei ich mir sie schon ansehe, große Augen bei den Preisen für Haute Couture bekomme, die nur wenig kleiner werden, wenn ich die Preise der Prêt-à-Porter-Modelle der bekannten Modemacher sehe. Ich wandere durch das Quartier Sentier (Mittelteil der Rue du Faubourg St. Denis) und lausche auf das Surren der unzähligen Nähmaschinen der chinesischen Schneidereien in den Hinterhöfen und sehe den Tagelöhnern zu , wie sie auf Sackkarren Stoffballen und fertige Kleidung durch die Strassen schleppen. Und dabei denke ich, daß sich viel verändert hat in Sachen Mode in Paris: die Sparte Haute Couture, also mehr oder weniger Einzelstücke zu Höchstpreisen, reduziert sich auf den Zweck der Öffentlichkeitsarbeit, um 2 x im Jahr große Modenschauen spektakulär zu präsentieren, damit die Medien regelmäßig Paris als Modehauptstadt darstellen. Das Geschäft mit der Haute Couture wird jedoch mangels solventer Kunden immer geringer. Deshalb wird mehr und mehr in der Sparte Prêt-à-Porter produziert. Hier sind die Preise zwar auch hoch, wenn der Meister einen bekannten Namen hat, liegen aber deutlich unter der Kategorie 1. Diese Kleidung wird ja auch vorproduziert und von der Stange verkauft. D.h. es gibt keine Einzelstückproduktion mehr. Zu bekommen sind diese Kleidungsstücke der großen Namen natürlich nicht überall, sondern nur in den eigenen Geschäften der Modemacher, in den Edelkaufhäusern und ganz speziellen Edelboutiquen. Und schließlich beschäftigen sich die Chinesen im Viertel Sentier mit der Massenproduktion preisgünstiger Ware, mit er sie den Globus versorgen. es wird zwar mal ein Blick auf den Stil der Kollektionen der Modemacher geworfen und hier und da mal was abgekupfert, der Großteil der Kleidung wid jedoch nach dem Geschmack und den Trends der Massen entworfen.

Ich denke deshalb, daß die Mode in Frankreich immer noch Einfluß auf die Wirtschaft hat, allerdings deutlich eher die Massenproduktion und weniger, was früher der Fall war, die Produktion der großen Couturiers - die sorgen für den Ruf der Stadt als Modezentrum, bringen aber weniger durch ihre Produktionen das große Geld ins Land. Aber Imagepflege ist ja auch ein wichtiger Teil des Marketing, ohne das es kein Geld zu verdienen gäbe. Denn eigentlich wäre es nicht mehr nötig, nach Paris zu reisen, um sich einzukleiden, weil inzwischen die Mode zu den Kunden kommt und weltweit überall verkauft wird.

Ich weiß nicht, ob Du mit meiner persönlichen Einschätzung was anfangen kannst - aber vielleicht ist sie Ausgangspunkt für Deine Arbeit.

Viele Grüße

Bernard
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