Forum-Paris: Reisebericht

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Von: Pedder12.06.2006, 11:58
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Bonjour!

zunächst nur ein kurzer Bericht. Der ausführliche Bericht folgt auf jeden Fall.

Wir waren am letzten Wochenende inder Stadt der Lichte. Wegen der Temperaturen hatte ich teilweise aber das Gefühl in Dubai zu sein.
Grob geschätzt.....32 Grad !

Der Weg führte am ersten Tag über Montmartre, La Fayette und dem Louvre zum Tire Bouchen. Das Essen war sehr gut! (@Bernard: Die Menüpreise sind um 40 cent gestiegen). Anschließend eine Seinefahrt und die Lichtshow am Eifelturm.

Am zweiten Tag dann La Defense, Tour Montparnasse, die Katacomben und zum Schluss Notre Dame.

Bis auf ein einziges Erlebniss( laute rassitische Beleidigungen in der Metro) war es wieder ein wunderschönes Erlebniss!

Wie gesagt, der ausführliche Bericht folgt !


Gruß
Pedder
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Von: Bernard12.06.2006, 12:13
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Bonjour,

schon jetzt ein herzliches Merci für die Vorabinfo. Ich werde die Preise auf der Homepage die Tage erhöhen.

Über die rassistischen Äußerungen hätte ich gerne ein wenig mehr gewußt. Na, nicht über die Äußerungen selber - die kann ich mir schon vorstellen, sondern über die Leute, die sie taten und die Umstände.

Viele Grüße

Bernard
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Von: Pedder12.06.2006, 13:00
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Bonjour Bernard,

mein Fanzösisch ist eingeschränkt. Daher habe ich nur einige Worte verstanden.

Der Vorfall ereignete sich am Sa. gegen 23.30 Uhr in der Linie 6. Ein Mann (ca. 50 Jahre) beleidigte einen jungen farbigen Mann sehr heftig.Dabei hat er sehr laut rumgebrüllt. Die Worte, die ich verstanden habe, möchte ich nicht wiedergeben. Der Farbige hat definitiv nichts getan, was den Mann hätte reizen können. Er saß halt einfach da und hat Musik gehört. Eine Frau machte nach den Äüßerungen ein völlig entsetztes Gesicht. Es muß also extrem gewesen sein. Ein anderer Franzose griff dann nach kurzer Zeit ein und forderte ihn auf, diese Äußerungen zu unterlassen. Auch zwei weitere Franzosen haben dann den Mann aufgefordert, den Mund zu halten. Dieser verließ dann unter lautem Protest an der nächsten Station die Metro.

Mehr kann ich leider nicht dazu sagen. Auch ich habe sowas noch nicht erlebt.


Gruß
Peter
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Von: Karin D.12.06.2006, 14:18
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Hallo Pedder,

sowas ist schlimm, stimmt. Ich hasse so Verallgemeinerungen von Ausländern oder Gruppierungen generell. Versuche dieser Erfahrung etwas positives abzugewinnen. Deine Beobachtung war, dass der Mann von anderen Metromitfahrern zurechtgewiesen wurde und das finde ich gut. Wie oft passiert es, dass wenn was gemeines oder ungerechtes passiert erleben muss, dass die umsitzenden oder umstehende Horde von Menschen scheinbar so tun, als ob sie nix mitbekommen haben, und damit so ein Verhalten aber unterstützen und dem Opfer das Gefühl gegeben wird, diese Einstellung hat der Rest auch, sagt halt nur nix.

Hoffe, dass du sowas so schnell nicht wieder erleben musst.

Liebe Grüße

Karin
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Von: Pedder12.06.2006, 14:51
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Hallo Karin,

es ist sehr bitter! Rassisten gibt es leider überall. Es ist kein deutsches Problem mehr. Ich habe mich nur geärgert, dass dieser Vorfall nicht 20 min. früher passiert ist. Da waren nämlich 3 Polizisten in der Metro...!


Gruß
Pedder
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Von: Bernard13.06.2006, 09:43
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Bonjour,

es ist wirklich schade, daß die Polizisten schon wieder weg waren. Es ist das erste Mal, daß ich von einem Vorfall dieser krassen Art in Paris höre. Es scheint zum Glück selten zu sein. Ich finde es aber bemerkenswert, daß sich andere Mitfahrer eingemischt haben.

Viele Grüße

Bernard
Von: Nicole (Gast)13.06.2006, 09:50
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Hallo,
ich bin jetzt seit einem Monat hier in Paris und hab solche Vorfaelle auch schon erlebt, auch am eigenen Leib
Allerdings handelte es sich bei mir ausscchliesslich um junge, weisse Menschen, die ziemlich sicher auch Franzosen waren.
Der erste Vorfall passierte an meinem zweiten Woechenende gegen 19:30 in der Metrostation Maison Alfort Stade. Ich hab in der Station auf die Metro gewartet und wurde von einem Obdachlosen nach Feuer gefragt. Ich habe ihn ignoriert, woraufhin er sich frontal vor mich stellte und anfing, mich zu beschimpfen. Ich habe mich dann zu einer anderen Gruppe Reisender gestellt. Als ich in die Metro einsteigen wollte, hat der Mann mich dann mit Anlauf von hinten angerempelt; Ich konnte mich gerade noch an der Haltestange festhalten. Der Typ ist dann durch seinen eigenen Schwung quer durch die Metro geflogen. Aufgrund der Vorabinfos hier im Forum hatte ich zum Glueck keine Handtasche dabei.

Der zweite Vorfall war einen Tag spaeter in der Metro 1 Richtung La Defense. Ein junger (weisser) Europaeer sas am Eingan auf einem Klappsitz in Richtung Gang und lehnte sich aufdringlich nah an eine aeltere Dame, um den Metroplan neben der Tuer zu studieren. Er sass schon fast auf ihr... Gleichzeitig hat er auf sie eingeredet. Nach ein paar Minuten hat sie sich dann auf die andere Seite gesetzt, woraufhin er sich vor sie gestelt hat und sie lautstark beschimpft hat. Bevor er an der naechsten Station ausgestiegen ist, hat er sich noch die Haende an ihrer Jacke abgewischt.

Das waren nur die beiden extremsten Vorfaelle. Ich moechte aber ausdruecklich betonen, dass ich solche Vorfaelle bisher nur im Zusammenhang mit eindeutig europaeischen Personen erlebt habe.

Mich hat auch geschockt, dass niemand etwas dagegen unternommen hat. Ich habe es gehasst, dass mitzuerleben und nichts zu tun, wusste allerdiongs nicht, wie ich mich verhalten sollte. Ich spreche nur sehr wenig franzoesisch und habe mich daher nicht eingemischt.

Hat jemand einen Tip, wie man sich verhalten kann? Auf englisch einschreiten, um Aufmerksamkeit zu erhalten und hoffen, dass man unterstuetzt wird? Bernard?

Gruesse aus dem sonst wunderbaren Paris,

Nicole
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Von: Bernard13.06.2006, 10:30
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Bonjour,

es ist schwer, Tipps zu geben über richtiges Verhalten wenn man belästigt wird. Im Bus kann man sich immer an den Fahrer weden. Dies ist in der Metro nicht möglich. Sinn macht es sicher immer, durch Lautstärke "Öffentlichkeit" herzustellen. Die Reaktion der Französin, schlicht den Platz zu wechseln, ist in Frankreich die Reaktion, die ich sehr oft erlebt habe und offensichtlich die übliche.

Der beste Rat scheint mir zu sein, präventiv zu denken, d.h. sich einen Überblick zu verschaffen, mögliche kritische Situationen vorauszusehen und sich danach zu verhalten. Auf dem Metrobahnsteig also zu schauen, wo Familien, nette Leute rumstehen und mich in die Nähe stellen und einen großen Bogen um nicht vertrauenswürdige Menschen zu machen und mich deutlich weit davon wegstellen. Das Problem dabei kann sein, daß Menschen, die Böses im Sinn haben, oft ein sehr feines Gespühr haben, potentielle Opfer zu erkennen. Sie fühlen Unsicherheit und Ängstlichkeit. Deshalb gibt es Menschen, die so gut wie in solche Situationen kommen und andere, die schon eine ganze Sammlung von Erlebnissen haben. Hier macht die Körpersprache enorm viel aus. Man kann lernen, den Eindruck zu erwecken, selbstbewußt und wehrhaft zu sein - allerdings nicht von heute auf morgen. Ein wenig Selbstbeobachtung kann nützlich sein. Mache ich mích klein, um möglichst nicht aufzufallen? Schaue ich ein wenig ängstlich um mich herum unter Vermeidung von Blickkontakten? Das ist ein Opfer! Der selbstbewußte Typ steht aufrecht, beobachtet seine Umgebung und scheut sich nicht, anderen Menschen auch in die Augen zu schauen, allerdings nicht zu lange, denn das wird oft provokativ verstanden.

Du siehst: es ist enorm schwer allgemeingültige Tipps zu geben, auch wenn meine Ratschläge hier drüber gut klingen. Sie umszusetzen erfordert eine recht lange Übungsphase, die mit Sicherheit auch immer mal wieder Rückschläge zu verkraften hat.

Eines noch: auf jedem Metrobahnsteig gibt es Alarmmelder. Im Zweifelsfalle sollte man sich nicht scheuen, sie auch zu benutzen. Ein guter Standort wäre also ein Platz in der Nähe von solch einem Ding!

Viele Grüße

Bernard
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Von: Pedder13.06.2006, 10:37
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Bonjour Nicole,
es ist vermutlich von wenig Erfolg gekrönt, ohne vernünftige Sprachkenntnisse einzuschreiten. Eine Außnahme wäre natürlich, wenn es zu körperlicher Gewalt kommen sollte. Verhaltensregeln für solche Vorfälle gibt es ja auch bei uns. Diese sagen deutlich aus, dass man andere Mitfahrer ansprechen und einbeziehen soll. Wie aber gesagt, ohne die nötigen Sprachkenntnisse wird es schwer. Es ist ein Problem als Ausländer Ausländerfeindlichkeit zu unterbinden.

Ich kann Berhard eigentlich nur zustimmen, auch mich hat es gefreut, dass andere Mitfahrer eingegriffen haben.

Was den Rassisten angeht....Idioten gibt es halt überall.
Sorry für den Ausdruck !


Pedder
Von: Nicole (Gast)13.06.2006, 10:38
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Hallo Bernard,

ich meinte weniger Ratschlaege fuer den Fall, dass man selbst belaestigt wird. Damit komme ich klar und es passiert auch sehr selten, da ich normalerweise nicht mit so etwas rechne oder Angst davor habe. Bin also eher kein 'Opfertyp'.
Aber es hat mich gestoert, der alten Dame nicht helfen zu koennen. Ich moechte gerne etwas tun, wenn so etwas passiert und nicht nur 'danabenstehen'.

gruesse,

Nicole
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Von: Bernard13.06.2006, 10:56
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Bonjour,

da wiederum muß ich dem Pedder recht geben. Mit sehr wenig Sprachkenntnissen in Paris ist da nicht viel zu machen und eher riskant, selber zum Opfer zu werden. Da wäre es am sinnvollsten, Hilfe zu rufen.

Viele Grüße

Bernard
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Von: Pedder13.06.2006, 12:02
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Richtig !
Eigenschutz geht letztlich immer vor. Bringt nichts, wenn man anschließend selber im Krankenhaus landet. Soll aber auch nicht heißen, die Augen zu verschließen!


Gruß
Pedder
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Von: Pedder16.06.2006, 09:15
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Auch wenn zwei Tage später als angekündigt, hier nun der versprochene Reisebericht.

Nachdem wir am 10.6. in Orly angekommen waren, ging es erstmal ins Hotel. Das Hotel Venise, 4, rue de Chaligny, kann ich ohne Bedenken empfehlen. Die Zimmer sind zwar recht klein, aber es ist alles vorhanden und sehr sauber. Außerdem spricht das Besitzerehepaar Deutsch. Die Frau ist sogar Deutsche. Ansonsten recht zentral, aber in einer ruhigen Lage. Zur nächsten Metro braucht man etwas 2 - 3 Minuten.
Es ging es sofort weiter in Richtung Montmartre. Nachdem wir an der Metrostation Barbes Rochechouart ausgestiegen sind, wusste ich sofort wieder, warum man lieber nicht mit dem eigenen Pkw nach Paris fahren sollte.
Unmengen Menschen auf dem Fußweg und Unmengen Autos auf der Strasse. Mittendrin pfiff sich eine Verkehrspolizistin die Lunge aus dem Leib, was aber niemanden wirklich interessierte. Augefallen sind mir hier viele Leute, die Zigaretten und anderes auf der Strasse anboten. In Deutschland würde man da wohl nicht lange auf die Staatsmacht warten müssen.
Wo wir nun mal da waren, haben wir einen Abstecher ins Kaufhaus Tati gemacht. Auch hier trat man sich gegenseitig auf die Füsse. Nachdem der Souvenirkauf erledigt war, ging es dann zu Fuß nach Montmartre. In der Strasse unterhalb der Kapelle konnte man an den abgestellten Pkw deutlich erkennen, dass viele Franzosen nach Gehör einparken.
So ziemlich jedes Auto hatte Beulen oder Kratzer. Mit der Zahnradbahn ging es rauf zur Kapelle. Dort haben wir dann erstmal die wunderschöne Aussicht über Paris genossen, auf der Treppe eine Pause eingelegt und der Musik eines Geigenspielers gelauscht.
Anschließend ging es dann zum Kaufhaus La Fayette. Zunächst war ich von der Architektur im Kaufhaus überwältigt. Die Kuppel ist einfach wunderschön! Kaum hatte ich mich wieder halbwegs im Griff, wurde ich auch schon wieder überwältigt. Diesmal vom Preis einer Damenhandtasche, die mir von meiner Lebensgefährtin gezeigt wurde. 1700.- Euro rauben einem da schon etwas die Luft!
Der Weg führte uns nun über der Pl. Vendome zum Louvre. Wir wandelten also ein wenig auf den Spuren des Da Vinci Code. Irgendwann standen wir dann auch vor der Mona Lisa. Obwohl es verboten ist, konnte ich mir nicht verkneifen, den Camcorder zu zücken. Kurze Zeit später beschwerte sich dann auch schon ein Ordner. Wenn man sich nicht direkt vor das Bild stellt, sind Fotos aber durchaus möglich.
Nach dem Louvre knurrte der Magen und es ging ins Tire Bouchon. Außer uns waren noch zwei andere Pärchen dort, die auch aus Deutschland kamen. Wie auch schon vielen anderen hat auch mir das Essen sehr gut geschmeckt. Irgendwie muss es Antoine wohl gerochen haben, aber nachdem wir Platz genommen hatten, reichte er uns auch schon die deutsche Menükarte von Bernards Seite. Wir wurden sehr freundlich und zuvorkommend bedient. Es wird nicht unser letzter Besuch im Tire Bouchon gewesen sein!
Mit vollem Bauch setzten wir uns dann in die RER und fuhren bis Notre Dame um dort dann die obligatorische Seine-Fahrt zu machen. Mir ist aufgefallen, dass so ziemlich überall am Ufer Franzosen mit Picknickkörben den Tag ausklingen ließen. An einer Stelle tanzten sogar mehrere Paare Tango. In Deutschland habe ich etwas vergleichbares noch nie gesehen.
Eigentlich wollten wir die Lichtshow am Eifelturm vom Tour Montparnasse ansehen, die Zeit wurde aber sehr knapp. Daher haben wir dann einen Platz auf der Bir Hakeim Brücke gewählt. Der Anblick des funkelnden Turmes ist auch von der Brücke umwerfend. Da mittlerweile die Füsse schmerzten und die Müdigkeit langsam Einzug hielt, begaben wir uns in Richtung Hotel. Es folgte nun das einzig negative Erlebnis, über dass ich ja schon geschrieben hatte.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es dann nach La Defense. Auf dem Platz vor dem Grand Arche zeigte das Thermometer 41 Grad in der Sonne. Vom Grand Arche hat man einen schönen Ausblick auf den Triumphbogen. Lange hielten wir es aber bei den Temperaturen nicht aus. Drinnen haben wir uns dann noch die Austellung angesehen. Einige 3 D - Bilder gibt es dort zu sehen. Im Anschluss wollten wir gleich den nächsten Ausblick genießen und sind zum Tour Montparnasse gefahren. Im Gegensatz zum Eiffelturm gab es dort keine Wartezeiten. Wir sind quasi sofort in den Aufzug gestiegen. Die Geschwindigkeit des Aufzuges merkt man fast nicht. Nur die Stockwerkanzeige gibt Auskunft über die hohe Geschwindigkeit. Außer uns waren vielleicht noch 30 andere Personen auf dem Turm. Es ist eine Alternative zum Eiffelturm, da man sich dort ja durchaus die Beine in den Bauch stehen kann.
Jetzt wollten wir von ganz oben nach ganz unten. Der Weg führte uns daher in die Katakomben. Es ist ein einmaliges Erlebnis durch die Gänge zu gehen und schließlich auf die unzähligen Knochen und Schädel zu treffen. Allerdings sollte man nur in die Katakomben gehen, wenn man gut zu Fuß ist. Nach unten muss man 103 Stufen bewältigen, nach oben dann noch 83 Stufen. Dazwischen liegen 1,7 Kilometer Fußweg! Da es sich um Wendeltreppen handelt, kann einem schon etwas seltsam beim Auf - oder Abstieg werden. Der Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall.
Am Ausgang der Katakomben habe ich dann kurz die Orientierung verloren, da man in einer Nebenstrasse ans Tageslicht kommt. Am Ausgang nach rechts bis zur Hauptstrasse, da dann nach links und man kommt nach einigen Metern zur Metrostation Alesia.

Von dort ging es zur Kirche Notre Dame. Wir machten einen Rundgang durch die Kirche in der gerade ein Orgelkonzert stattfand. Die großen Fenster haben bis jetzt einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch von den übergroßen Kerzenständern hinter dem Altar war ich beeindruckt. Natürlich auch von den dazugehörigen ca. 1,30 Meter hohen Kerzen.
Nach dem wir uns die Kirche in aller Ruhe angesehen hatten, folgte das bittere Ende. Wir mussten zurück zum Hotel, um das Gepäck zu holen, da am Abend die Rückkehr in die Heimat folgen sollte.
Insgesamt gesehen waren natürlich auch zwei Tage eigentlich zu wenig, um alles in Ruhe zu sehen. Wir sparen jetzt bereits wieder, um uns eine Rückkehr erlauben zu können.

Ein Tip noch zur RER: Die Linie teilt sich ja in beide Richtungen. Ich habe sehen können, dass einige Leute mit Koffern in die falsche RER gestiegen sind. In meiner direkten Nähe konnte ich noch ein deutsches Paar darauf hinweisen. Man sollte unbedingt in der RER-Station auf die Leuchttafeln an der Decke achten. Die Haltestellen sind mit einem Leuchtpunkt markiert. Leuchtet dieser nicht nicht, hält die RER dort auch nicht. Wer zum Flughafen will, sollte darauf achten, dass der Punkt vor den Flughafenstationen leuchtet!


Gruß
Pedder
Dieser Beitrag wurde am 16.06.2006 um 09:18 Uhr von Pedder geändert.
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Von: Bernard16.06.2006, 11:46
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Bonjour,

ein guter Hinweis unter diesem schönen Reisebericht. Eigentlich ist auch die RER, ebenso wie die Metro, hervorragend organisiert, aber doch anders als die Metro. Hat man es ein mal kapiert, ist auch sie kein Problem mehr. Da man aber im Vergleich zur Metro in Paris sehr selten RER fährt, dauert das aber ein wenig mit der Gewöhnung. Da hilft ein Rat wie dieser hier sehr. Grundsätzlich sollte man in Ruhe alle der verschiedenen Monitore und Hinweistafeln studieren, dann wird einem ganz sicher ein Licht aufgehen, wo und wann die RER abfährt, mit der man fahren will.

Ein Tipp noch: auf allen Hinweistafeln stehen bei den beschriebenen RER immer 4 Buchstaben, z.B. ENAK. Dies ist der Name der RER, der bei Einfahrt des Zuges auch vorne über dem Fahrerfenster zu sehen ist. Hat man also erst mal rausgefunden, dass OGLI, IVLY oder MOLA die RER ist, die man nehmen muß, muß man nur noch auf den Zug warten, der eben diesen Namen leuchtend vorne an Front trägt.

Dir Pedder vielen Dank für Deinen Reisebericht. Möge er wieder ein paar Menschen nach Paris treiben!

Viele Grüße und Merci

Bernard
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Von: Pedder16.06.2006, 14:54
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Bonjour,
das die RER Namen tragen hätte ich noch dazu schreiben können. Stimmt!
Mir ist dieser Problem beim Warten aufgefallen. Ich schätze, dass allein zu dem Zeitpunkt etwa 10 - 20 Personen in die falsche RER gestiegen sind. Gerade wenn man den Zeitraum zum Flughafen knapp berechnet hat, kann es ein großes Problem geben.


Gruß
Pedder

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