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Von: Pedder16.06.2006, 09:15
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Auch wenn zwei Tage später als angekündigt, hier nun der versprochene Reisebericht.

Nachdem wir am 10.6. in Orly angekommen waren, ging es erstmal ins Hotel. Das Hotel Venise, 4, rue de Chaligny, kann ich ohne Bedenken empfehlen. Die Zimmer sind zwar recht klein, aber es ist alles vorhanden und sehr sauber. Außerdem spricht das Besitzerehepaar Deutsch. Die Frau ist sogar Deutsche. Ansonsten recht zentral, aber in einer ruhigen Lage. Zur nächsten Metro braucht man etwas 2 - 3 Minuten.
Es ging es sofort weiter in Richtung Montmartre. Nachdem wir an der Metrostation Barbes Rochechouart ausgestiegen sind, wusste ich sofort wieder, warum man lieber nicht mit dem eigenen Pkw nach Paris fahren sollte.
Unmengen Menschen auf dem Fußweg und Unmengen Autos auf der Strasse. Mittendrin pfiff sich eine Verkehrspolizistin die Lunge aus dem Leib, was aber niemanden wirklich interessierte. Augefallen sind mir hier viele Leute, die Zigaretten und anderes auf der Strasse anboten. In Deutschland würde man da wohl nicht lange auf die Staatsmacht warten müssen.
Wo wir nun mal da waren, haben wir einen Abstecher ins Kaufhaus Tati gemacht. Auch hier trat man sich gegenseitig auf die Füsse. Nachdem der Souvenirkauf erledigt war, ging es dann zu Fuß nach Montmartre. In der Strasse unterhalb der Kapelle konnte man an den abgestellten Pkw deutlich erkennen, dass viele Franzosen nach Gehör einparken.
So ziemlich jedes Auto hatte Beulen oder Kratzer. Mit der Zahnradbahn ging es rauf zur Kapelle. Dort haben wir dann erstmal die wunderschöne Aussicht über Paris genossen, auf der Treppe eine Pause eingelegt und der Musik eines Geigenspielers gelauscht.
Anschließend ging es dann zum Kaufhaus La Fayette. Zunächst war ich von der Architektur im Kaufhaus überwältigt. Die Kuppel ist einfach wunderschön! Kaum hatte ich mich wieder halbwegs im Griff, wurde ich auch schon wieder überwältigt. Diesmal vom Preis einer Damenhandtasche, die mir von meiner Lebensgefährtin gezeigt wurde. 1700.- Euro rauben einem da schon etwas die Luft!
Der Weg führte uns nun über der Pl. Vendome zum Louvre. Wir wandelten also ein wenig auf den Spuren des Da Vinci Code. Irgendwann standen wir dann auch vor der Mona Lisa. Obwohl es verboten ist, konnte ich mir nicht verkneifen, den Camcorder zu zücken. Kurze Zeit später beschwerte sich dann auch schon ein Ordner. Wenn man sich nicht direkt vor das Bild stellt, sind Fotos aber durchaus möglich.
Nach dem Louvre knurrte der Magen und es ging ins Tire Bouchon. Außer uns waren noch zwei andere Pärchen dort, die auch aus Deutschland kamen. Wie auch schon vielen anderen hat auch mir das Essen sehr gut geschmeckt. Irgendwie muss es Antoine wohl gerochen haben, aber nachdem wir Platz genommen hatten, reichte er uns auch schon die deutsche Menükarte von Bernards Seite. Wir wurden sehr freundlich und zuvorkommend bedient. Es wird nicht unser letzter Besuch im Tire Bouchon gewesen sein!
Mit vollem Bauch setzten wir uns dann in die RER und fuhren bis Notre Dame um dort dann die obligatorische Seine-Fahrt zu machen. Mir ist aufgefallen, dass so ziemlich überall am Ufer Franzosen mit Picknickkörben den Tag ausklingen ließen. An einer Stelle tanzten sogar mehrere Paare Tango. In Deutschland habe ich etwas vergleichbares noch nie gesehen.
Eigentlich wollten wir die Lichtshow am Eifelturm vom Tour Montparnasse ansehen, die Zeit wurde aber sehr knapp. Daher haben wir dann einen Platz auf der Bir Hakeim Brücke gewählt. Der Anblick des funkelnden Turmes ist auch von der Brücke umwerfend. Da mittlerweile die Füsse schmerzten und die Müdigkeit langsam Einzug hielt, begaben wir uns in Richtung Hotel. Es folgte nun das einzig negative Erlebnis, über dass ich ja schon geschrieben hatte.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es dann nach La Defense. Auf dem Platz vor dem Grand Arche zeigte das Thermometer 41 Grad in der Sonne. Vom Grand Arche hat man einen schönen Ausblick auf den Triumphbogen. Lange hielten wir es aber bei den Temperaturen nicht aus. Drinnen haben wir uns dann noch die Austellung angesehen. Einige 3 D - Bilder gibt es dort zu sehen. Im Anschluss wollten wir gleich den nächsten Ausblick genießen und sind zum Tour Montparnasse gefahren. Im Gegensatz zum Eiffelturm gab es dort keine Wartezeiten. Wir sind quasi sofort in den Aufzug gestiegen. Die Geschwindigkeit des Aufzuges merkt man fast nicht. Nur die Stockwerkanzeige gibt Auskunft über die hohe Geschwindigkeit. Außer uns waren vielleicht noch 30 andere Personen auf dem Turm. Es ist eine Alternative zum Eiffelturm, da man sich dort ja durchaus die Beine in den Bauch stehen kann.
Jetzt wollten wir von ganz oben nach ganz unten. Der Weg führte uns daher in die Katakomben. Es ist ein einmaliges Erlebnis durch die Gänge zu gehen und schließlich auf die unzähligen Knochen und Schädel zu treffen. Allerdings sollte man nur in die Katakomben gehen, wenn man gut zu Fuß ist. Nach unten muss man 103 Stufen bewältigen, nach oben dann noch 83 Stufen. Dazwischen liegen 1,7 Kilometer Fußweg! Da es sich um Wendeltreppen handelt, kann einem schon etwas seltsam beim Auf - oder Abstieg werden. Der Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall.
Am Ausgang der Katakomben habe ich dann kurz die Orientierung verloren, da man in einer Nebenstrasse ans Tageslicht kommt. Am Ausgang nach rechts bis zur Hauptstrasse, da dann nach links und man kommt nach einigen Metern zur Metrostation Alesia.

Von dort ging es zur Kirche Notre Dame. Wir machten einen Rundgang durch die Kirche in der gerade ein Orgelkonzert stattfand. Die großen Fenster haben bis jetzt einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch von den übergroßen Kerzenständern hinter dem Altar war ich beeindruckt. Natürlich auch von den dazugehörigen ca. 1,30 Meter hohen Kerzen.
Nach dem wir uns die Kirche in aller Ruhe angesehen hatten, folgte das bittere Ende. Wir mussten zurück zum Hotel, um das Gepäck zu holen, da am Abend die Rückkehr in die Heimat folgen sollte.
Insgesamt gesehen waren natürlich auch zwei Tage eigentlich zu wenig, um alles in Ruhe zu sehen. Wir sparen jetzt bereits wieder, um uns eine Rückkehr erlauben zu können.

Ein Tip noch zur RER: Die Linie teilt sich ja in beide Richtungen. Ich habe sehen können, dass einige Leute mit Koffern in die falsche RER gestiegen sind. In meiner direkten Nähe konnte ich noch ein deutsches Paar darauf hinweisen. Man sollte unbedingt in der RER-Station auf die Leuchttafeln an der Decke achten. Die Haltestellen sind mit einem Leuchtpunkt markiert. Leuchtet dieser nicht nicht, hält die RER dort auch nicht. Wer zum Flughafen will, sollte darauf achten, dass der Punkt vor den Flughafenstationen leuchtet!


Gruß
Pedder
Dieser Beitrag wurde am 16.06.2006 um 09:18 Uhr von Pedder geändert.
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Von: Bernard16.06.2006, 11:46
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Bonjour,

ein guter Hinweis unter diesem schönen Reisebericht. Eigentlich ist auch die RER, ebenso wie die Metro, hervorragend organisiert, aber doch anders als die Metro. Hat man es ein mal kapiert, ist auch sie kein Problem mehr. Da man aber im Vergleich zur Metro in Paris sehr selten RER fährt, dauert das aber ein wenig mit der Gewöhnung. Da hilft ein Rat wie dieser hier sehr. Grundsätzlich sollte man in Ruhe alle der verschiedenen Monitore und Hinweistafeln studieren, dann wird einem ganz sicher ein Licht aufgehen, wo und wann die RER abfährt, mit der man fahren will.

Ein Tipp noch: auf allen Hinweistafeln stehen bei den beschriebenen RER immer 4 Buchstaben, z.B. ENAK. Dies ist der Name der RER, der bei Einfahrt des Zuges auch vorne über dem Fahrerfenster zu sehen ist. Hat man also erst mal rausgefunden, dass OGLI, IVLY oder MOLA die RER ist, die man nehmen muß, muß man nur noch auf den Zug warten, der eben diesen Namen leuchtend vorne an Front trägt.

Dir Pedder vielen Dank für Deinen Reisebericht. Möge er wieder ein paar Menschen nach Paris treiben!

Viele Grüße und Merci

Bernard
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Von: Pedder16.06.2006, 14:54
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Bonjour,
das die RER Namen tragen hätte ich noch dazu schreiben können. Stimmt!
Mir ist dieser Problem beim Warten aufgefallen. Ich schätze, dass allein zu dem Zeitpunkt etwa 10 - 20 Personen in die falsche RER gestiegen sind. Gerade wenn man den Zeitraum zum Flughafen knapp berechnet hat, kann es ein großes Problem geben.


Gruß
Pedder

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